bin ein sonntag nachmittag

Es gibt sie noch, die Sonntag Nachmittage. Diese Zeit der langen Zeiten, die Zeit der sinnvollen Sinnlosigkeit.

Und ich genieße jetzt dann gerade den Start der zweiten Hälfte davon, die eine Halbzeit ist überschritten. Die Mannschaften haben sich wieder auf das Spielfeld begeben. Es hat begonnen, der Nachmittag hat begonnen weiter zu spielen.

Irgendwo in der Nachbarschaft bellt ein Hund auf, er ist zu weit entfernt, zu leise und bellt zu kurz, um wirklich lästig zu sein. Hat auch seine zweite Hälfte damit begonnen? Wie weit muss ein Schrei entfernt sein, wie weit trägt ein Laut seine Aufmerksamkeit? Weiter als ein Hundebellen an einem leisen Sonntag?

Ich höre nicht, ich höre nichts, ich hab mich ruhig gestellt, mich ruhig an diesen Nachmittag dazu gesellt.

Liegt es an den Temperaturen oder an der Temperatur, dass sich alles aneinander legt? Es hat sich nichts verlegt an diesem Sonntag, wenn auch die Temperaturen darüber liegen. Und es heißt auch heute wieder, ein heißer Sommer produziert auch heiße Sonntage. Dieser Sommer ist sicher hoffentlich heiß.

Mir fallen die Augen zu. Mir fallen die Augen zu und auch die Nasenflügel. Die Nasenflügel flattern kühle Luft, sie flattern in der Hitze. Es gibt uns nur mehr noch zu zweit. Getrennt nur noch von einer Nasenscheidewand.

Und die Wand ist weiß, und sie blendet mich, obwohl auch schwarz eine beliebte Sommerfarbe ist. Und die Sonne scheint und es ist heiß und trocken. Da trocknen alle Farben schnell.

Jeder geht, wenn wir nicht gerade liegen, aber auch da. Ich gehe in ein Zimmer und genieße die Aussicht nach draußen. Klar trennt sich mir die Welt in diese zwei Bereiche. Manche Aussicht wird auf Knopfdruck zu einer schwarzen Wand. Aber nicht für mich und hier und heute. Da könnten die Temperatur-unterschiede einfach zu groß werden.

Aber lassen wir sie doch. Jetzt so um zirka fünf Uhr und achtzehn Minuten.

Jetzt könnte ein Umschwung kommen. Genau jetzt sich ein Gewitter am Horizont ankündigen, ein Dunkel sich in den tiefblauen Himmel drücken. Ein Wetterumschwung den Nachmittag beenden. Den Schwung zurück in den Abend bringen. Den Sonntagabend schwingen, schwingen, bis sich eine Nacht einstellt.

Aber es tut sich nichts um diese Zeit an diesem Sonntag Nachmittag, nichts schwingt uns aus der trägen Stille. Der Hund wäre uns auch jetzt egal, auch wenn er lauter, länger, näher bellen würde. Es ist zu lange schon zu warm. Ich lehne mich zurück und denke vorwärts, wo immer das auch ist, jetzt ist aber noch nicht Zeit dafür.

In ein wenig Zeit wird es sicher wieder etwas zu tun geben, bis dorthin genießen wir noch die Zeit bis dahin.

Da fällt mir ein, morgen ist auch noch ein Tag, ein Montag.

Ich freue mich.

ich fürchte mich

Was willst du? Darf ich dir was bringen? Kann ich dir was gutes tun? Ich sag das jetzt nur um zu sagen das ich was zu sagen hab, dir was zu sagen hab. Aber in Wahrheit fürchte ich mich.

Mit der Wahrheit ist es so eine Sache. Ich erinnere mich daran, dass es die Wahrheit mal bis zu mir geschafft hat. Ich hab ihr in die Augen geblickt, unsere Augen habe den Kontakt gesucht, dann haben wir uns gefunden. Die Wahrheit und ich waren mal zusammen, kurz hat sie mich besucht. Dann war sie wieder weg, hat sich wieder verflüchtigt. Ich hab sie verlassen, glaub ich, bin mir aber nicht ganz sicher.

Jetzt bin ich nicht mehr allein, aber trotzdem fürchte ich mich.

Es ist niemand da, solange die Wahrheit da ist.

Sie kennt mich noch von früher und ich kenne sie von vorher. Immer geht die Wahrheit ihren Weg. Und wenn da kein Weg ist, dann muss man ihr einen Weg bereiten. Da geht kein Weg daran vorbei.

Jetzt geht sie, die Wahrheit, geht weiter ihren Weg. Stehen bleibt nur eine Welle, die mich fortträgt, mich trägt. Auf den Schultern einer Welle trägt es mich weiter, weiter einem Weg entlang, dem eine Wahrheit wahrscheinlich schon vor mir gegangen ist. Ich trage eine Krone aus Schaum, der sprudelt mir zwischen meinen halb geschlossenen Lippen hervor. Wenn ich lächeln würden können, würden sich Blasen bilden und hinter der Welle zerplatzen.

Ich lächle, aber trotzdem fürchte ich mich.

Ich bleibe dabei, es geht mir gut, so gut wie es uns eben gehen kann. Und dann stellt sich der Schwarze Mann einfach neben mich. Langsam verebbt die Welle, der Schaum kristallisiert zu Millionen kleiner Tropfen. Die Welt beginnt zu glitzern und alle finden es wunderschön.

Ich spuke aus, aber trotzdem fürchte ich mich.

Die Schwarze Mann ist und er fürchtet sich sicher nicht vor sich selbst. Und wenn der Schwarz eine Frau ist? Und wenn sie sich auch fürchtet und wenn sie mich nach dem Weg fragt?

Aber feiern können wir noch, zu feiern gibt es immer etwas, zum feiern braucht es nichts außer einen Grund. Einen Grund findet man immer, auch ohne zu suchen, wen man will.

ich will feiern, aber trotzdem fürchte ich mich.

Abschießen

Abfackeln

Abbrennen

Niedergebrannt und Abgefackelt – so schauen wir aus.

Wir, dass sind die Liebe, die Wahrheit und ich.

Da kann ich mich auch nicht hinwegsehen an der Zukunft der Vergangenheit, die ich nicht wollte.

Was müsste alles abrasiert werden, um die Roboter aus unseren Vorgärten zu verbrennen? Ich brenne darauf, herauszufinden, wie es sein könnte, wenn solche eine Mähmaschine mir meine Beine massiert.

Lassen wir endlich die Masse an uns heruntergleiten

Lassen wir uns endlich

gehen

Ich fürchte mich

nicht

bitte

ende

ich fürchte mich

Was willst du? Darf ich dir was bringen? Kann ich dir was gutes tun? Ich sag das jetzt nur um zu sagen das ich was zu sagen hab, dir was zu sagen hab. Aber in Wahrheit fürchte ich mich.

Mit der Wahrheit ist es so eine Sache. Ich erinnere mich daran, dass es die Wahrheit mal bis zu mir geschafft hat. Ich hab ihr in die Augen geblickt, unsere Augen habe den Kontakt gesucht, dann haben wir uns gefunden. Die Wahrheit und ich waren mal zusammen, kurz hat sie mich besucht. Dann war sie wieder weg, hat sich wieder verflüchtigt. Ich hab sie verlassen, glaub ich, bin mir aber nicht ganz sicher.

Jetzt bin ich nicht mehr allein, aber trotzdem fürchte ich mich.

Es ist niemand da, solange die Wahrheit da ist.

Sie kennt mich noch von früher und ich kenne sie von vorher. Immer geht die Wahrheit ihren Weg. Und wenn da kein Weg ist, dann muss man ihr einen Weg bereiten. Da geht kein Weg daran vorbei.

Jetzt geht sie, die Wahrheit, geht weiter ihren Weg. Stehen bleibt nur eine Welle, die mich fortträgt, mich trägt. Auf den Schultern einer Welle trägt es mich weiter, weiter einem Weg entlang, dem eine Wahrheit wahrscheinlich schon vor mir gegangen ist. Ich trage eine Krone aus Schaum, der sprudelt mir zwischen meinen halb geschlossenen Lippen hervor. Wenn ich lächeln würden können, würden sich Blasen bilden und hinter der Welle zerplatzen.

Ich lächle, aber trotzdem fürchte ich mich.

Ich bleibe dabei, es geht mir gut, so gut wie es uns eben gehen kann. Und dann stellt sich der Schwarze Mann einfach neben mich. Langsam verebbt die Welle, der Schaum kristallisiert zu Millionen kleiner Tropfen. Die Welt beginnt zu glitzern und alle finden es wunderschön.

Ich spuke aus, aber trotzdem fürchte ich mich.

Die Schwarze Mann ist und er fürchtet sich sicher nicht vor sich selbst. Und wenn der Schwarz eine Frau ist? Und wenn sie sich auch fürchtet und wenn sie mich nach dem Weg fragt?

Aber feiern können wir noch, zu feiern gibt es immer etwas, zum feiern braucht es nichts außer einen Grund. Einen Grund findet man immer, auch ohne zu suchen, wen man will.

ich will feiern, aber trotzdem fürchte ich mich.

Abschießen

Abfackeln

Abbrennen

Niedergebrannt und Abgefackelt – so schauen wir aus.

Wir, dass sind die Liebe, die Wahrheit und ich.

Da kann ich mich auch nicht hinwegsehen an der Zukunft der Vergangenheit, die ich nicht wollte.

Was müsste alles abrasiert werden, um die Roboter aus unseren Vorgärten zu verbrennen? Ich brenne darauf, herauszufinden, wie es sein könnte, wenn solche eine Mähmaschine mir meine Beine massiert.

Lassen wir endlich die Masse an uns heruntergleiten

Lassen wir uns endlich

gehen

Ich fürchte mich

nicht

bitte

ende

fakten – wissen – wahrheiten – und meinung

ja genau das, genau das, dass wir hier so gemeinsam beisammen stehen, ist was?

Darf ich mich setzen?

Sie sitzen ja schon die ganze Zeit.

Ach ja genau, ich sitze ja schon neben mir und mit ihnen. Das gefällt mir an mir, ich kann noch sitzen, während die meisten schon liegen.

Wer sind eigentlich die meisten? Sind die meisten fast alle oder fangen die meisten immer auch schon ab zwei an. Meistens kann man das nicht so genau sagen, würden die meisten behaupten. Mit erhobenem Haupt, behaupten wir zu wissen, was die meisten zu wissen glauben. Zwei ist schon Mehrzahl, zwei ist schon mehr als eine Zahl. Zu zweit sein zählt also mehr als eine oder einer alleine. Ob sich das auszahlt?

Sind die meisten eigentlich eine Zahl oder eigentlich mehr eine Meinung? Oder nicht nur eine Meinung, sondern mehr als eine, zwei vielleicht? Wenn die meisten eine oder zwei Meinungen gemeinsam haben, dann ist das eine Wahrheit. Da gibt es dann kaum noch eine zweite Wahrheit. Aber das bedeutet doch nicht, dass solch eine Wahrheit der meisten auch das Wissen ist. Oder doch für die meisten? Dass die Wahrheit eine Geburt der Meinung ist, das stimmt so zumeist, doch wissen das die meisten nicht. Sie denken zu wissen, was ihrer Meinung nach die meisten genau so wissentlich meinen. So wird meistens und bei den meisten ganz schnell deren gemeinsame Meinung zur gemeinsamen Wahrheit und das ist dann vermeintlich das Wissen der meisten.

Mit Fakten muss das meistens nicht wirklich was zu tun haben, Fakten sind da ganz woanders.

Fakten entstehen durch Wissen, Wahrheiten durch Meinung.

Und wir haben das Recht auf unsere Meinung, aber haben wir auch das Recht auf unsere eigenen Fakten?

Ach Gott, was reden wir zwei da schon wieder!

Reden wir schon wieder? Da reden wir zwei wie die meisten.

Wir reden über unser Wissen und die Wahrheit – wir meinen die Wahrheit zu kennen, doch verbreiten wir nur unsere Meinung, in der Meinung, das sei etwas, was die meisten wissen müssten.

Aber eigentlich interessiert das meiste, was wir gemeinhin sagen, die wenigsten.

Und da kommen wir dann drauf, dass auch die wenigsten immer mehr als nur eine oder einer sind. Auch die wenigsten sind mehr. Doch sind die wenigsten meistens weniger als die meisten. Nein, bleiben wir kurz bei den Fakten, welche wohl die meisten als Wahrheit erkennen werden wollen – die wenigsten sind im gleichen Zusammenhang weniger als die meisten. Aber sonst verhält es sich bei den wenigsten gleich wie bei den meisten, ich meine mit der Meinung, mit der Wahrheit und mit dem Wissen. Es kommt eigentlich überhaupt nicht darauf an, was die Meinung, die Wahrheit und das Wissen der meisten ist, für die wenigsten wenigstens.

Und so liegen die meisten und die wenigsten in ihrer jeweiligen Wahrheit herum und meinen doch immer meistens und wenigstens, dass sie stehen. Stehen bleiben ihre Meinungen über ihre Wahrheiten, obwohl sie eigentlich die Fakten kennen, die unglaubwürdigen Fakten, die sie nicht die eigenen nennen.

Die Fakten passen halt manchmal manchen nicht. Manchmal sind die Fakten einfach nicht die Wahrheit, die unsere Meinung nach dem Wissen entspricht. Dann opfern wir halt meistens etwas, etwas von dem wenigen, das noch übrig ist. Und wo etwas geopfert wird, da wird etwas geopfert.

So ist das meiner Meinung nach mit der Wahrheit. Und jetzt mag ich nicht mehr sitzen, ich steh jetzt auf.

Was sagen Sie? Bleiben Sie doch sitzen! Ich schau mir noch den Sonnenuntergang an. Wollen Sie nicht mit mir den Sonnenuntergang anschauen? Bitte bleiben Sie noch ein wenig.

Zu zweit wäre unser Sonnenuntergang doch schöner.

Sagen Sie mir, sind wir zwei die wenigsten oder die meisten?

von der verhältnismäßigkeit

ich bin verhältnismäßig ruhig.

Außer meinem Arm, der bewegt sich. Er bewegt sich mit einem Glas. Mit einem Glas, welches gefüllt ist.

Ich halte mich eher für einen Das-Glas-ist-halbvoll-Typ.

Und er schwingt, er schwingt, der Arm schwingt mit dem gefülltem Glas. Das gefüllte Glas schwingt auf mich zu, es ist gefüllt, es ist halb gefüllt und es schwingt, schwungvoll bewegt es sich. Es bewegt sich, das Glas bewegt sich, mit meinem Arm, synchron mit meinem Arm schwingt das Glas, auf mich zu.

Aber warum reden die Idioten, wenn sie reden, wenn diese Idioten reden, von Verhältnismäßigkeit?

Auch als Das-Glas-ist-voll-Typ muss ich mir eingestehen, ich gestehe mir, dass in einem nicht ganz gefüllten Glas eine Leere seinen Platz hat. So viel es auch an Fülle gibt, es gibt darüber eine Leere, solange die Fülle nicht absolut ist. Solange das Glas nicht voll ist, hat es auch eine Leere in sich. Es ergibt sich aus der Natur der Sache, dass eine Fülle auch eine Leere hat, eine Leere sich auf eine Fülle setzt und man nur durch eine Leere zur Fülle kommt.

Ich fühle die Leere. Aber warum reden die Idioten, wenn sie reden, wenn diese Idioten reden, von Verhältnismäßigkeit?

Mein Arm fühlt nicht die Leere, er fühlt die Fülle. Er spürt die tragende Rolle, welche er während des schwungvollen Tragens des gefüllte Glases vollführen muss. Er trägt seine Rolle mit dem angespannten Selbstbewusstsein eines tragfähigen Körperteils. Jeder Körperteil meines Arms ist in einer schwingenden und tragfähigen Bewegung gefangen, die mir ein Glas mit Fülle und auch Leere näherbringt. Ich freu mich und mein Arm freut sich mit mir.

Ich bin verhältnismäßig erfreut. Aber warum reden die Idioten, wenn sie reden, wenn diese Idioten reden, von Verhältnismäßigkeit?

Mein Arm vollführt eine schwingende Bewegung und damit bringt er mir ein Glas näher. Es ist gefüllt, das Glas ist gefüllt und gefühlt kommt es näher, immer näher, solange mein Arm die schwingende Bewegung vollführt. Mit der Annäherung des gefüllten Glases in der Hand meines Armes, nähert sich auch eine Leere. Ich sehe die Leere, welche mein Arm auf mich zubewegt. Ich weiß, dass ich durch diese Leere muss, um mich der Fülle zu nähern. Gemeinsam mit meinem Arm, mit einem Glas in meiner Hand und mit der Fülle des Glases, kommt die Leere auf mich zu.

Ich mag es verhältnismäßig voll. Aber warum reden die Idioten, wenn sie reden, wenn diese Idioten reden, von Verhältnismäßigkeit?

Wann bitte kommt mein Arm bei mir an? Wann bitte stoppt er diese schwingende Bewegung? Wann erreicht mich das Glas? Wann kommen die Fülle und die Leere bei mir an? Es ist ein verhältnismäßig kurzer Weg, ein Weg, den mein Arm schwingt, gemeinsam mit einem gefüllten Glas in der Hand.

Ich warte verhältnismäßig lange. Aber warum reden die Idioten, wenn sie reden, wenn diese Idioten reden, von Verhältnismäßigkeit?

Mein Arm mit einem gefüllten Glas kommt bei mir an, nachdem er seine schwingende Bewegung beendet hat. Er hat seine Bewegung abgeschlossen und hat das Glas zu mir bewegt. Die Bewegung ist beendet, die Leere ist da. Da kann mein Arm nichts dafür.

Ich bin dafür, einfach dafür, ich bin einfach so dafür, dass es mir langsam über den Kopf wächst. Aber warum reden die Idioten, wenn sie reden, wenn diese Idioten reden, von Verhältnismäßigkeit?

Ich bleibe verhältnismäßig ruhig – noch.

jeder hat die freiheit zu tun was er will

Hier und jetzt beginnt meine Meinungsfreiheit damit, dass ich mir meinerseits die Freiheit nehme, über die Freiheit des Todes zu schreiben. Das ist für manch einen und vielleicht an der Grenze zu einer Verfehlung, aber diese künstlerische Freiheit nehme ich mir und pfeife auf manche Meinung. Und noch pfeife ich auf den Tod.

Denn wer hat keine Freunde, keine Nachbarn, keine Eltern, keine Geschwister, keine Verwandten, niemand will ihn sehn?

Was meint ihr, will er denn noch hier?

verenden?

Wer meint nicht, dass es am Ende immer einsam zugeht?

Weiß er denn nicht, das er nicht sterben will?

Will er denn unsere Meinung wissen? Will er wissentlich sterben, in dem Wissen sterben, ganz alleine zu verenden?

Kennt er den Tod? Kennt wer den Tod? Kennt wer wen, der den Tod kennen könnte. Will wer den Tod kennen lernen?

Wer will das schon? Wer will den schon? Wer will den Tod?

Das ist das schöne für den Tod, er will nicht gewollt oder gekannt werden. Der Tod braucht nicht gewollt oder gekannt werden, da steht er wohl drüber.

Da drüben steht er, der Tod, am anderen Ufer.

Weiß der Tod, dass wir wissen, das er sich alleine und im Dunkeln fürchtet?

Nein, der Tod weiß das nicht – er braucht das auch nicht zu wissen, denn der Tod ist immer zu zweit! Der Tod kennt nur die Zweisamkeit, außer vielleicht, wenn die Intensivstationen überfüllt sind und die Verendenden kein Ende nehmen, dann halt mehr als nur irgendwer und der Tod.

Aber einsam und allein? Nein, einsam und allein ist der Tod nie! Immer hat er eine Gesellschaft, immer ein rund um ihn herum. Steht bei seinem Tun immer im Mittelpunkt, hat dabei die volle Aufmerksamkeit.

Der Tod ist kein Single-Haushalt, obwohl er mit niemanden verheiratet ist. Ist der Tod ledig? Oder lediglich allein in seiner Zweisamkeit?

Der Tod ist ein Narzisst, muss er sein, irgendwann färbt jeder Lebensumstand auf einen ab, das weiß doch sogar der Tod. Ob auch die Todesumstände auf den Tod abfärben?

Hat wer eine Meinung?

Todsicher

Todernst

Ernst ist jetzt 5 Jahre alt.

Aber der Tod ist sich seiner Selbstverliebtheit nicht bewußt. Er ist nicht bewußt der Narzisst, der er eben ist. Wir haben ihn dazu gemacht! Wir haben mit unserem Tun, mit unserem Leben, mit der Freiheit unseres Lebensendes, ihn zu dem gemacht, was er ist.

Er ist der Tod.

Er ist unserer Tod.

Er gehört uns.

Er bleibt der Tod.

Er hat sowieso sonst nichts zu tun.

Er hat keine Freunde, keine Nachbarn, keine Eltern, keine Geschwister, keine Verwandten, niemand will ihn sehn.

Ist das noch ein Leben? So allein? Unter all den Leuten? Unter all den Sterbenden?

Manchmal sitzt der Tod zu zweit da und denkt über das Leben nach, bildet sich seine Meinung. Wie sich sein Leben entwickeln hätte können. Was er alles werden hätte können, wenn er nur gewollt hätte.

Er weiß, er hat immer schon die Freiheit gehabt zu tun was er will. Hätte er doch damals gewußt, was er will, was er wirklich will! An die Freiheit, die er da gehabt hat, an diese Freiheit denkt er jetzt, winkt jemanden durch, winkt kurz tödlich und vermisst etwas. Vermisst die Freiheit, die Freiheit, zu tun, was wer will.

Und so sitzt er dann da, winkt die nächsten sterbenden Menschen durch, ohne dann auch nur aufzuschauen und denkt sich seinen Teil über das Leben und den Tod.

Er denkt über das Leben und den Tod nach.

Was denkt er sich dabei?

Ich meine, ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, ob der Tod das weiß, was er darüber denken soll.

Was weiß denn ich, denke ich und denke nicht mehr an den Tod, sondern an meine Freiheit, zu tun was ich will. Zu tun was ich will, bevor der Tod für mich das Wollen übernimmt und mir die Freiheit des Tuns abnimmt.

Der Tod ist der einzige auf dieser Erde der zum Schluss Recht und Freiheit hat. Er allein hat zum Schluss das Recht und die Freiheit, das absolute Recht auf seine freie Meinung.

Und er ist zum Schluss immer derselben Meinung. Die ändert er sicher, todsicher nicht.

Und so sterben sie dann alle, die Menschen, die Freiheit, die Meinung, und zu aller letzt die Hoffnung.

Dann ist der Tod endlich allein.

Jedermann weiß das.

eine stadt mit ver boten

was so alles geht, wenn man vorbei geht, vorbei geht an einem selbst, so schaut es eben aus, in uns. lassen wir uns eine geschichte erzählen, eine geschichte erzählt von boten und ver-boten. lassen wir uns treiben…..

soweitsogut – daran haben wir uns alle gewöhnt
musik könnte die kraft haben, uns zu verändern, also bitte, besser ver-bieten
stellen wir unsere fahrräder tot, stellen wir uns so tot, wie unsere fahrräder sind, sobald wir sie abstellen
bitte verstellen wir uns nicht selbst die tür aus der not, sehr richtig, bin ich froh, dass es türen gibt,
oft sind sie offen, gehen wir doch durch, oder bleiben wir in der gemütlichen not?
die armen plakate müssen wieder mit nach hause und niemand klebt ihnen eine
ich hafte so gerne für meine kinder, ich bin so gerne betriebsfremd, ich bin so verboten ich
gilt nicht für stauden und sonstige natur, brennt sie nieder!
sonst könnten die fettigen finger die scheibe……..
wer hat schon wieder wider besseren wissens, widerrechtlich diesen privaten privatparkplatz beparkt? es ist mir zuwas von zuwider, dass das immer wieder passiert! immer wieder widerlich, so widerlich!
möwenpick hat nie wirklich geschmeckt, euch vielleicht?
nicht erlauben ist die nette version von verboten, die botschaft ist die gleiche. die
bitte ist die freundliche tante von den beiden und erlaubt sich hin und wieder ein augenzwinkern.
was soll der hund, oder was soll er nicht, der hund? der oberstadtdirektor
was auch immer, hauptsache verboten!

lesenpräsidentenreden

Es gibt ein Land, welches für die Freiheit, für die Menschenrechte und für die Demokratie steht wie kein anderes. Und es hat Präsidenten, wie viele andere Länder auch, aber die Präsidenten der USA stehen im besonderen Maße für die Werte, die ihr Land vertritt. Diese Präsidenten stehen und reden, sie reden an ihre Mitbürger, sie reden an die Welt, sie reden von Gott und sie reden bei ihrem Antritt. Lassen wir ein paar von ihnen miteinander sitzen und ein wenig über ihre Antritte reden:

Kaum sitzt Donald Trump, platzt er sofort los:

Die heutige Zeremonie jedoch hat eine ganz besondere Bedeutung. Denn heute übergeben wir die Macht nicht nur von einer Regierung an die andere oder von einer Partei an die andere, sondern wir nehmen die Macht von Washington D.C. und geben sie an euch, das Volk, zurück.

Georg W. Bush steht auf und erwidert:

Bevor ich anfange, möchte ich zunächst Präsident Clinton für seinen Dienst für unsere Nation danken.

Barack Obama unterbricht ihn mit einer großen Geste:

Vierundvierzig Amerikaner haben bisher den Amtseid des Präsidenten abgelegt. Diese Worte wurden gesprochen in Flutzeiten des wachsenden Wohlstands und in der ruhigen See von Friedenszeiten. Doch eben so oft wird der Amtseid abgelegt, wenn Wolken aufkommen und Stürme wüten.

Joe Biden wiegt zustimmend den Kopf und hebt dann seine Hand. Überrascht stellt er fest, dass ihn die anderen auffordernd anschauen und Obama wirklich unterbrochen hat. Er räuspert sich:

Wir feiern heute nicht den Triumph eines einzelnen Kandidaten, sondern den Triumph der Demokratie. Das Volk, der Wille des Volkes, wurde gehört, und dem Willen des Volkes wurde entsprochen. Erneut haben wir gelernt, dass Demokratie etwas Kostbares ist. Demokratie ist zerbrechlich. An diesem ehrwürdigen Ort, an dem vor nur wenigen Tagen mit Gewalt die Grundfesten des Kapitols erschüttert werden sollten, kommen wir zusammen als eine Nation vor Gott, unteilbar, um die Macht friedlich weiterzugeben.

John F. Kennedy zieht an seiner Zigarette, lässt sie fallen und drückt sie mit dem linken Schuh aus.

Die Menschheit hält in ihren sterblichen Händen die Macht, alle Formen menschlicher Armut und alle Formen menschlichen Lebens auszulöschen. Jedoch, dieselben revolutionären Überzeugungen, für die unsere Vorfahren gekämpft haben, sind immer noch ein strittiger Punkt rund um den Globus – die Überzeugung, dass die Menschenrechte nicht der Großzügigkeit des Staates entsprungen sind – sondern der Hand Gottes. Und wir sind nicht geneigt, den langsamen Untergang jener Menschenrechte, zu denen sich diese Nation schon immer bekannt hat, und zu denen sie sich auch heute bekennt, mitzuerleben oder zuzulassen.

Barak Obama hält es kaum auf seinem Sessel, er hebt beide Arme, fuchtelt – die anderen nicken:

Auf unserer Reise ging es nie um Abkürzungen oder darum, sich mit weniger zufriedenzugeben. Es war nie der Weg der Mutlosen – derjenigen, die Freizeit über Arbeit stellen, oder die nur die Freuden des Reichtums oder des Ruhms suchen. Vielmehr waren es jene, die Risiken auf sich genommen haben, die Handelnden, die Macher, die uns auf diesem langen und zerklüfteten Weg zu Wohlstand und Freiheit mitgenommen haben.

Donald Trump hat nach seiner Begrüßung doch wirklich nichts mehr gesagt, auch hat der Obama ausreden lassen, gut – er hat sich einen Drink gemixt, jetzt ist er aber da:

Wir haben uns heute hier versammelt, um ein neues Dekret zu erlassen. Ab diesem Tag wird eine neue Vision unser Land bestimmen. Von diesem Tag an heißt es Amerika zuerst, Amerika zuerst. Wir werden zwei einfachen Regeln folgen: Amerikanisch kaufen, amerikanisch einstellen.

Bill Clinton hat bis jetzt mit seiner Frau telefoniert, er klopft Trump väterlich auf die Schultern.

Es gibt keine klare Trennung mehr zwischen Außen- und Innenpolitik – die Weltwirtschaft, die Umwelt, die AIDS-Krise der Welt, das weltweite Wettrüsten betreffen uns alle. Der Zusammenbruch des Kommunismus hat neue Gefahren heraufbeschworen. Die mutigen Amerikaner, die am Persischen Golf, in Somalia und andernorts stehen, sind Zeugnis unserer Entschlossenheit, diesen Gefahren entgegenzutreten. Unsere größte Stärke ist jedoch die Macht unserer Ideen, die in vielen Ländern immer noch neu sind. Unsere Hoffnungen, unsere Herzen, unsere Hände sind auf Seiten derjenigen auf allen Kontinenten, die Demokratie und Freiheit aufbauen.

Donald Trump schüttelt verständnislos den Kopf, doch bevor er etwas sagen kann, springt Georg W. Bush auf und klatscht laut in die Hände:

Die Arbeit dauert an. Diese Geschichte dauert an. Und ein Engel reitet immer noch in dem Wirbelsturm und dirigiert diesen Sturm.

Irritierte Fassungslosigkeit bei allen anderen, Obama fängt sich als erster:

Wir werden damit beginnen, den Irak auf verantwortungsvolle Weise seiner Bevölkerung zu überlassen, und einen hart erkämpften Frieden in Afghanistan zu schließen.

Irritierte Fassungslosigkeit bei Joe Biden:

Lassen Sie uns anfangen, einander wieder zuzuhören, einander zu hören, einander zu sehen. Wir müssen die Kultur beenden, in der Fakten manipuliert und sogar erfunden werden. Liebe Mitbürger, so dürfen wir nicht sein. Wir müssen besser sein. Wenn Sie aber anderer Meinung sind: So sei es. Das ist Demokratie, das ist Amerika. Jeder hat das Recht, friedlich anderer Ansicht zu sein.

Donald Trump, das Gesicht gerötet und verzerrt, die Haare wirr:

Wir werden unsere Jobs zurückholen. Wir werden unsere Grenzen zurückholen. Wir werden unseren Reichtum zurückholen. Und wir werden unsere Träume zurückholen. AMERIKA ZUERST!!!

Barack Obama holt aus und schlägt Trump zu Boden:

Dies ist der Preis und das Versprechen der Staatsbürgerschaft. Das ist die Quelle unserer Zuversicht, das Wissen, dass Gott uns gerufen hat, ein unbestimmtes Schicksal zu formen. Das ist die Bedeutung unserer Freiheit und unseres Glaubens, warum Männer und Frauen und Kinder von jeder Hautfarbe und mit jedem Glauben sich der Feier anschließen können, und warum ein Mann, dessen Vater vor weniger als 60 Jahren noch nicht einmal in einem örtlichen Restaurant bedient worden wäre, nun vor euch stehen kann, um einen heiligsten Eid zu leisten.

Bill Clinton kniet sich zu Donald Trump und flüstert ihm ins Ohr:

Es ist Zeit, mit der schlechten Gewohnheit zu brechen, etwas ohne Gegenleistung zu erwarten, von unserer Regierung und voneinander. Laßt uns alle mehr Verantwortung übernehmen, nicht nur für uns selbst und unsere Familien, sondern für unsere Gemeinden und unser Land.

John F. Kennedy hat sich noch eine Zigarette angezündet:

Jede Nation, ob sie uns nun Gutes oder Schlechtes wünscht, soll wissen, das wir jeden Preis bezahlen werden, jede Last auf uns nehmen, jedes Mühsal erdulden, jeden Freund unterstützen, uns jedem Gegner entgegenstellen, alles, um den Fortbestand und Erfolg der Freiheit zu gewährleisten.

Joe Biden schaut auf, schaut Kennedy in die Augen, ein Funken Hoffnungslächeln spielt um seine Lippen:

Ein Jahrhundertvirus schleicht lautlos durch unser Land und hat uns in einem Jahr mehr Menschenleben gekostet als der komplette Zweite Weltkrieg. Millionen Jobs sind verloren. Hunderttausende Unternehmen sind geschlossen. Der Schrei nach Gleichbehandlung der Rassen bewegt uns. Auch der Planet selbst schreit zu uns, ein Überlebensschrei, der nicht verzweifelter oder deutlicher sein könnte. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, um die Seele Amerikas wiederherzustellen und seine Zukunft zu sichern, brauchen wir mehr als Worte. Wir brauchen das Flüchtigste überhaupt in einer Demokratie: Einigkeit.

John F. Kennedy nimmt Biden in die Arme:

Und so, meine amerikanischen Mitbürger: Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt.

Meine Mitbürger der Welt: Fragt nicht, was Amerika für euch tun kann, sondern was wir zusammen für die Freiheit des Menschen tun können.